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Startschwierigkeiten für Reisbusbranche

Foto: adobe.stock.com - S. Engels

Nach monatelangem Berufsverbot kann die Reisebusbranche langsam ihr Geschäft wieder aufnehmen. Allerdings wird – trotz durchdachter Hygienekonzepte, stetiger Planung von neuen Reisekonzepten und vieler weiterer Bemühungen seitens der Unternehmer/-innen – die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit erschwert.

Schuld sind laut BDO die unterschiedlichen Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer. Dieses Verordnungs-Chaos führe zu einem deutschlandweiten „Flickenteppich“, welcher weder für Unternehmer/-innen noch Endkunden nachvollziehbar sei. Dies belegten die Ergebnisse zweier BDO-Umfragen.

So zeige sich etwa anhand der Umfrage zum Restart der Reisebusbranche (Teilnehmeranzahl: 514), dass 90,5 Prozent der befragten Unternehmer/-innen keine Praktikabilität in der Wiederaufnahme des Reisebusgeschäfts sehen, solange bundeseinheitliche Regelungen fehlen. Die Mehrheit der Befragten (56,6 Prozent) gibt an, dass sie bei weiteren regional unterschiedlichen Verordnungen ihre Betriebe nur zu 20 Prozent des Vorkrisen-Niveaus wieder hochfahren können. An eine Geschäftswiederaufnahme zwischen 20 bis 50 Prozent des Vorkrisen-Niveaus glauben nur 34 Prozent der Befragten und gerade mal ein Prozent der Umfrageteilnehmer kann sich vorstellen, innerhalb dieses „Flickenteppichs“ wieder annähernd dasselbe Geschäftsniveau wie zur Vorkrisen-Zeit zu erreichen.

Bei diesen Aussichten ist nachvollziehbar, warum auch 56,3 Prozent der Umfrageteilnehmer von der BDO-Umfrage des Monats Mai (Teilnehmeranzahl: 231) zurzeit keinen Nutzen in der Verwendung von Kontaktnachverfolgungs-Apps unter den derzeitigen Betriebseinschränkungen sehen. Wie bereits im Sommer 2020, setzen die Busunternehmen derzeit ausgefeilte Hygienekonzepte um, damit das sichere Reisen ermöglicht wird. Im Zuge dessen sind sie verpflichtet, die Kontaktdaten der Gäste zu erheben, um eine Rückverfolgung von möglichen Infektionsketten zu gewährleisten. Nicht nur die betrieblichen Einschränkungen sind ein starkes Hindernis für die Nutzung von Kontaktnachverfolgungs-Apps. 48,1 Prozent der Befragten gaben außerdem an, dass es nach wie vor an ausreichenden Informationen über solche Apps seitens der Aufgabenträger/Landesregierungen mangelt und immerhin 26,8 Prozent kritisieren die mangelhafte finanzielle Unterstützung bei der Implementierung dieser Kontaktnachverfolgungsmöglichkeit.

 

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