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Brexit: Regelungen für den Busverkehr

Busverkehr nach Großbritannien weiterhin möglich. Es gilt eine Genehmigungspflicht für Linienverkehre und Haltestellen in UK. Die Einreise ab Oktober 2021 ist nur mit Reisepass möglich. Fahrgastrechte bleiben unverändert. Darauf weist der BDO hin.

Der grenzüberschreitende Gelegenheitsverkehr (Busreisen) ist durch das Interbus-Übereinkommen weiterhin gewährleistet. Der Linienverkehr und die Sonderformen des Linienverkehrs (die Beförderung bestimmter Fahrgastgruppen unter Ausschluss anderer Gruppen, etwa Arbeitnehmer vom Wohnort zum Arbeitsort oder Schüler und Studenten zur Lehranstalt) werden vorübergehend durch das Handelsabkommen EU/UK geregelt. Nach Inkrafttreten eines ergänzenden Protokolls zum Interbus-Übereinkommen ist auch der Linienverkehr nach UK durch dieses Übereinkommen sichergestellt.

Einreisebestimmungen

EU-Bürger können bis am 30. September 2021 weiterhin mit dem Personalausweis nach Großbritannien einreisen. Ab dem 1. Oktober 2021 ist ein Reisepass für alle Reisenden erforderlich. Touristen aus Deutschland benötigen kein Visum, sofern der Aufenthalt nicht länger als sechs Monate dauert. Es kann wie bisher zu Ein- und Ausreisekontrollen kommen.

Fahrgastrechte/Verbraucherschutz

Die Fahrgastrechte von Busreisenden bei Fahrten von der EU nach UK ändern sich nicht.

Für Pauschalreisen gilt weiterhin der Insolvenzschutz nach der EU-Pauschalreiserichtlinie, sofern die Reise in der EU gebucht wird. Wird die Pauschalreisen nur in UK angeboten, gilt britisches Recht.

Gelegenheitsverkehr (Busreisen)

Busreisen, im Handelsabkommen als „Gelegenheitsverkehr“ bezeichnet, sind nicht genehmigungspflichtig. Für die Fahrgäste gelten die oben genannten Einreisebestimmungen. Der Busfahrer hat die untenstehenden Unterlagen mitzuführen.

Linienverkehr / Sonderformen des Linienverkehrs

Grenzüberschreitende Linienverkehre und Sonderformen des Linienverkehrs von und nach UK sowie die damit zusammenhängenden Leerfahrten sind weiterhin erlaubt. Für die Durchführung ist eine Genehmigung erforderlich. Werden auf der Strecke Haltestellen in UK eingeplant, müssen diese vorab nach den britischen Bestimmungen genehmigt werden. Nicht zulässig sind Routen, deren Start- und Endhaltestellen sich beide in Großbritannien befinden. Transitfahrten durch UK, sprich ohne die Aufnahme oder das Absetzen von Fahrgästen, sind zulässig. Diese Regelungen gelten entsprechend auch für britische Busunternehmen bei Fahrten in die EU.

Mitzuführende Unterlagen

  • die Genehmigung zur Durchführung des Verkehrsdienstes (beglaubigte Kopie ausreichend)
  • die Betreiberlizenz des Busunternehmens für den grenzüberschreitenden Personenkraftverkehr (beglaubigte Kopie ausreichend)
  • für Gelegenheitsverkehr (Busreisen): behördliches Fahrtenblatt
  • für Sonderformen des Linienverkehrs:

    - der Vertrag zwischen dem Veranstalter und dem Busunternehmer (Original oder Kopie)

    - ein Beleg, dass eine bestimmte Fahrgastgruppe befördert wird und andere Fahrgäste von der Beförderung ausgeschlossen sind

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