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Foto: Reinhard Paland

2021 feiert Augsburg ein Fuggerjahr: Ein 500-jähriges Jubiläum steht an. Denn am 23. August 1521 unterzeichnete Jakob Fugger „der Reiche“ den Stiftungsbrief für drei Stiftungen. Eine war die Fuggerei, die heute älteste Sozialsiedlung der Welt.

Rund 150 Augsburger wohnen dort für eine Jahresmiete von 0,88 Euro. (Kein Schreibfehler. Die eigentliche Gegenleistung besteht in drei Gebeten, welche Fuggereibewohner für den Stifter und seine Familie sprechen sollen.) Die Fuggerei ist neben dem Dom und dem Renaissancerathaus die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Augsburgs. Mit der zweiten Stiftung Jakob Fuggers, der Fuggerkapelle in St. Anna, kam die Renaissance Italiens ins heutige Bayern. Unter den beteiligten Künstlern war Albrecht Dürer – die Grabkapelle kostete mehr als die gesamte Sozialsiedlung. Die dritte Stiftung Jakob Fuggers ist die St.-Moritz-Prädikaturstiftung: An sie erinnert ein Fuggerwappen in der Kirche St. Moritz, deren Inneres 2019 durch die international ausgezeichnete Renovierung des Londoner Stararchitekten John Pawson zu einem herausragenden Beispiel moderner Sakralarchitektur im historischen Bestand wurde.

Augsburg hat etliches mehr zu bieten in Sachen Fugger und Renaissance – von Dürers Porträt des Jakob Fugger in der Staatsgalerie in der Katharinenkirche über die Fuggerhäuser und die Ulrichsbasilika bis hin zu drei Monumentalbrunnen, die heute Teil des Augsburger Unesco-Welterbes Wassermanagement-System sind. Vier Museen allein in der Fuggerei sowie das innovative, mehrfach ausgezeichnete Fugger und Welser Erlebnismuseum beleuchten die Geschichte der Stifterfamilien. Eine Ausstellung der Kunstsammlungen und Museen Augsburg ist 2021 ebenso geplant wie eine Ausstellung im Diözesanmseum.

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