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Flair Hotels: immer im Austausch

Foto: brodtcast.de/Marcus Brodt

Der Krise die Stirn bieten wollen die Flair Hoteliers, indem sie sich regelmäßig bei digitalen Gesprächsrunden auf den neuesten Stand bringen und so von den aktuellen Problemen der Kollegen erfahren.

Denn die Lage in der Hotellerie spitzt sich weiter zu, da direkt nach der harten Corona-Phase mit Lockdowns und Schließungen nun durch den Ukraine-Krieg weitere zusätzliche Probleme auf die Branche zukommen, wie zum Beispiel Gasknappheit, Einkauf von teurer gewordenen Lebensmitteln und Getränken sowie Unterbrechung der Lieferketten. Viele Flair Hoteliers haben ihre Betriebe in der Vergangenheit bereits ressourcenschonend aufgestellt, um unabhängiger von fossilen Brennstoffen und anderen Energieerzeugern zu werden. Bei einigen Flair Hotels ist das aber trotz guten Willens nicht ohne weiteres möglich, da die Gebäude zum Beispiel Auflagen vom Denkmalschutz haben.

Willi Götz, Eigentümer vom Flair Hotel Zum Storchen in Bad Windsheim, besitzt so ein Haus und sagt dazu: „Der Storchen ist ein Einzeldenkmal und dadurch mit vielen Problemen des Denkmalschutzes konfrontiert. So ist zum Beispiel eine Dämmung nicht möglich. Nach über zehn Jahren der Wartezeit und Planung konnten wir im letzten Oktober eine Photovoltaik-Anlage realisieren, die circa 35 Prozent des Strombedarfs deckt. Die Energieversorgung wird mit Gas gesichert und ist damit aktuell die größte Schwierigkeit für uns. Zusätzlich zur Photovoltaik-Anlage haben wir einen Elektro-Geschäftswagen für Stadt- und Einkaufsfahrten angeschafft.“

Ein weiteres, immer größeres Problem für die Branche ist der Personalmangel. Nancy Faesers (Bundesministerin des Inneren und für Heimat/SPD) Vorschlag, dem Personalmangel mit einem vereinfachten Zuzug von Arbeitskräften entgegenzuwirken, begegnen die Flair Hoteliers mit sehr gemischten Gefühlen. Die FDP fordert sogar eine radikale Wende bei der Einwanderungspolitik. Ob dieser Vorschlag eine rasche Linderung des Problems „Personalmangel“ bringt, wird von den Flair Hoteliers kritisch gesehen. Dazu sagt Willi Götz: „Ich bezweifle, dass diese Maßnahme erfolgreich sein wird. Für Ausländer wird zusätzlicher Wohnraum benötigt, der ohnehin nicht vorhanden ist. Dadurch entstehen weitere Probleme. Arbeitswillige EU-Bürger können ohnehin bereits jetzt in Deutschland arbeiten. Wir selbst haben in den vergangenen Jahren Personalwohnungen gebaut und konnten dadurch frühzeitig auf Mitarbeiter aus dem Ausland zugehen. Aktuell beträgt das Verhältnis von Einheimischen zu Externen 50/50. Durch diese und weitere Maßnahmen ist es uns gelungen einen stabilen Stamm an Mitarbeiter aufzubauen. Personalmangel ist bei uns zum Glück aktuell nicht das vorherrschende Thema.“

Anders sieht es hingegen bei Thomas und Daniela Heimberger, Inhaber des Flair Hotels Weinstube Lochner aus. Sie haben große Probleme Mitarbeiter für ihr Hotel und die Gaststube zu bekommen. Daniela Heimberger: „Ob auf der Etage, im Service oder in der Küche – überall fehlen uns die Mitarbeiter. Auf unsere Anzeigen meldet sich leider niemand. Wir versuchen auf verschiedenen Wegen, Menschen für eine Mitarbeit zu begeistern, aber es ist nahezu aussichtslos. Zurzeit arbeiten zwei Ukrainnerinnen auf der Etage und wir hoffen, noch weitere Mitarbeiter aus der Ukraine bei uns beschäftigen zu können. Beim letzten Flair-Austausch haben wir zum Glück von anderen Kollegen einen neuen Tipp bekommen, wie wir eventuell Mitarbeiter gewinnen können. Das probieren wir jetzt aus.“

Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es von unschätzbarem Wert für einen Hotelier, Mitglied in einer Kooperation zu sein. Man erfährt Unterstützung, bekommt Hilfe sowie Tipps und kann sich auf einen ehrlichen Austausch verlassen. Michael Preis: „Die Flair Kooperation bietet Unterstützung auf allen Ebenen. In den regelmäßigen Stammtischen werden Themen wie Mitarbeitergewinnung und -bindung besprochen, außerdem werden auch rechtliche Fragen und Erfahrungen ausgetauscht. Das Flair Tochterunternehmen, die Hotelfux Marketing- & Vertriebs-GmbH, unterstützt uns sehr professionell in vielen Belangen und hilft uns auch innovative Stellenanzeigen zu entwerfen und zu schalten. Wir sind immer wieder dankbar für die Ideen, die wir aus dem Austausch mit den Kolleg:innen mitnehmen und genauso gern geben wir unsere Erfahrungen mit in die Runde.“

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