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Bad Hindelang: bereit für den Re-Start

Foto: Bad Hindelang Tourismus/Wolfgang B. Kleiner

Über ein halbes Jahr saßen in Bad Hindelang (Allgäu) Hoteliers, Gastgeber, Hüttenwirte, Bergbahnen, Gastronomen, Einzelhändler und weitere touristische Leistungsträger im Corona-Lockdown fest. Jetzt hat die bayerische Landespolitik eine Öffnungsstrategie für den Re-Start vorgelegt.

Ab sofort sind touristische Angebote wieder zulässig. Unterkünfte und Freizeiteinrichtungen sind wieder geöffnet, Bergbahnen dürfen wieder fahren. Voraussetzung: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Landkreisen und kreisfreien Städten ist stabil unter 100. Um dies zu gewährleisten, setzt der beliebte Tourismusort Bad Hindelang auf Selbsttests bei Gastgebern sowie Schnelltests in öffentlichen Testzentren.

„Es fällt uns ein Felsbrocken vom Herzen. Endlich dürfen wir wieder für Gäste, Besucher und Einheimische da sein – wir sind bereit für den Re-Start. Nachdem uns die Wiedereröffnung während der für uns so wichtigen Wintersaison verwehrt blieb, ist die Wander-, Berg- und Radsaison für uns von sehr großer Bedeutung. Weil die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Mitarbeitern oberste Priorität haben, werden wir alle Vorgaben umsetzen. Es wird zudem erneut darum gehen, Besucherströme sinnvoll zu lenken“, sagt Maximilian Hillmeier. Der Bad Hindelanger Tourismusdirektor geht davon aus, dass Themen wie Regionalität, Nachhaltigkeit und Authentizität infolge der Corona-Pandemie ebenso an Bedeutung gewinnen werden wie das Grundbedürfnis nach Sicherheit – „und das beginnt bereits bei der Urlaubsplanung“.

Die Voraussetzungen, den beliebten Allgäuer Ferienort nach sieben Monaten Zwangspause wieder hochzufahren, sind bestens: Höchste Hygienekompetenz ist in dem Heilklimatischen und „Für Allergiker qualitätsgeprüften Kurort“ seit Jahren Standard. Bad Hindelang bietet das größte zertifiziert-allergikerfreundliche Netzwerk Deutschlands. So können Allergiker in der reinen Bergluft endlich wieder befreit und unbelastet durchschnaufen oder sich ein Bad in Deutschlands höchstgelegener Schwefelquelle gönnen, wodurch der gesamte Organismus gestärkt wird.

Für die Bad Hindelanger Verantwortung gegenüber dem Klimawandel steht ein für alle Übernachtungsgäste freier Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV) – bis ins angrenzende Tannheimer Tal/Tirol und nach Sonthofen (Bahnanschluss). Die seit Jahren bewährte Hindelanger ÖPNV-Strategie reduziert den Individualverkehr und den CO2-Ausstoß und schützt somit die kristallklare Bad Hindelanger Luft.

„Raus in die Natur!“ Auf diesem Slogan basiert der Bad Hindelanger Re-Start-Plan: Mit der Servicegästekarte „Bad Hindelang Plus“ und deren 20 exklusiven Erlebnisangeboten sowie dem „Genusskalender 2021“ bietet die Gemeinde zur Wiedereröffnung verschiedene attraktive Veranstaltungen zu den Themen Naturschutz, Alpwirtschaft, Kultur, Kulinarik, Tradition und Sport an. Ein ganz besonderes Erlebnis in der Natur ist hierbei das Angebot „Yoga & Berge“. Vor der Kulisse der imposanten Berge wird die Einkehr und die innere Besinnung durch Yoga-Übungen mit der klaren Luft der Allgäuer Hochalpen kombiniert. Die PLUS-Erlebnisleistungen werden allesamt in Kleingruppen durchgeführt, die auf die aktuelle Situation abgestimmt sind. Mindestabstände können eingehalten werden, die Leistungen werden aktuell ausschließlich im Freien angeboten.

Ihre Konzepte zum Re-Start erweitert haben auch die Bergbahnen Hindelang-Oberjoch sowie die Hornbahn Hindelang. Die Pläne sehen unter anderem eine Maskenpflicht beim Einstieg und in den Sesselbahnen sowie an den Kassen vor. Mindestabstände können am Ein- und Ausstieg sowie in der Sessel- und Kabinenbahn eingehalten werden. Ob es weitere Vorgaben von Verbänden gibt, entscheidet sich zeitnah. In Oberjoch ist die Wiedhagbahn kurzfristig betriebsbereit. In Bad Hindelang steht die Hornbahn parat, die Gäste in wettergeschützten Kabinen auf das Imberger Horn fährt. Hier oben geöffnet hat auch der Bikepark Hindelang. Wanderer dürfen sich am Imberger Horn (ab Bergstation der Hornbahn) ab Mitte Juni auf eine besondere Attraktion freuen – den „Georg’s Naturwelt Erlebnispfad“. „Bei dem neuen Erlebnispfad, der auf der Route des 'Burgschrofenrundwegs' entstanden ist, dreht sich alles um die heimische Tier- und Pflanzenwelt – umrahmt von einer spannenden Geschichte und zahlreichen passenden Interaktionen“, sagt Projektleiterin Madeleine Rädler.

Auf Outdoor-Angebote setzen zum Saisonstart auch die Hüttenwirte im Bad Hindelanger Gemeindegebiet. Die Bewirtung wird draußen auf größeren Terrassen erfolgen. Schirme, Verkaufsstellen und Reservierungen gehören ebenfalls zum Konzept.
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