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Mecklenburg-Vorpommern verbucht Negativrekord

Nach dem Ausbleiben einer Perspektive für die Tourismusbranche im Zuge der Verlängerung des Lockdowns bis zum 22. Mai, ist die Situation in der Tourismusbranche im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern alarmierend. Das macht eine aktuelle Umfrage des Landestourismusverbandes deutlich, an der sich rund 550 Unternehmen, davon mehr als 400 Beherbergungsbetriebe und 150 Freizeitanbieter, beteiligt haben.

Dazu Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes: „Die Lage spitzt sich weiter zu. Wir müssen alles tun, um eine Sommersaison zu ermöglichen und bald Klarheit darüber zu erreichen. Sonst geht an vielen Stellen das Licht aus.“ Er hoffe in dem Zusammenhang auf die Wirkung des aktuellen Lockdowns, um touristische Öffnungen in Mecklenburg-Vorpommern spätestens im Juni zu erreichen. Ein neuerlicher Öffnungsansatz unter größtmöglicher Absicherung würde derzeit in der Branche vorbereitet werden.

Laut Umfrage ist die wirtschaftliche Lage der Unternehmen alarmierend und markiert einen Negativrekord seit Beginn der Corona-Krise: Sowohl jedes zweite Beherbergungsunternehmen als auch jeder zweite Freizeitanbieter ist laut Umfrage in seiner Existenz gefährdet beziehungsweise akut gefährdet (vgl. März 43 Prozent/Beherberger; vgl. Februar 35 Prozent/Freizeitanbieter).

Auf die Frage, wie lange die Befragten ihr Unternehmen noch durch die Krise führen können, erwägen 18 Prozent der Beherberger und 17 Prozent der Freizeitanbieter bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Geschäftsaufgabe, sofern nicht weitere Hilfen greifen. 40 Prozent der Beherbergungsbetriebe können nach eigenen Angaben ihr Geschäft bis Ende Juni aufrechterhalten; bei den Freizeitanbietern ist es rund jeder dritte. Der Anteil der Unternehmen, die staatliche Hilfe benötigen, ist bei den Beherbergern im Vergleich zum März noch einmal leicht gestiegen und liegt bei 60 Prozent (vgl. März: 58 Prozent). Etwas deutlicher ist der Anstieg bei den Freizeitanbietern – von 51 Prozent im Februar dieses Jahres auf jetzt 66 Prozent im April. Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer im Beherbergungsbereich (56 Prozent) und mehr als jeder dritte Arbeitnehmer im Freizeitbereich (38 Prozent) befindet sich in Kurzarbeit.

Die Umfrage nimmt auch die Bewertungen unterschiedlicher Öffnungsstrategien in den Blick und zeichnet ein gemischtes Bild: So sprechen sich 32 Prozent der Beherberger für eine stufenweise Öffnung aus, ebenso viele (33 Prozent) für eine Öffnung ohne jegliche Restriktionen. Zehn Prozent halten so genannte Modellregionen wie etwa in Schleswig-Holstein für sinnvoll. Drei Viertel der Befragten halten die Inzidenz als alleinige Maßgabe für eine mögliche Wiedereröffnung nicht für sinnvoll. Knapp 60 Prozent der Beherberger und 40 Prozent der Freizeitanbieter erachten eine Testpflicht als Voraussetzung für die Nutzung touristischer Angebote für sinnvoll; rund ein Drittel der Unternehmer gibt darüber hinaus an, über Kapazitäten für die Durchführung von Corona-Tests bei Mitarbeitern und Gästen zu verfügen.

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