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Münster-Bauhütten sind Kulturerbe
In so mancher historischen Stadt, in der die Bürger einen Dom oder ein Münster ihr Eigen nennen, war dieses Weihnachtsfest ein ganz besonderes: Die Unesco hat nämlich 18 Münster-Bauhütten aus fünf Ländern als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

„Damit würdigt die UN-Kulturorganisation den internationalen Modellcharakter der Bauhütten, die als fest eingerichtete Werkstätten seit Jahrhunderten für den Erhalt von Großbauten sorgen und dabei traditionelles Handwerk mit neuester Technik verbinden“, heißt es von Seiten der Unesco.

An der Nominierung für den Eintrag in das „Register guter Praxisbeispiele zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes“ waren 18 Bauhütten aus fünf Ländern beteiligt. Gemeinsam mit Frankreich, Norwegen, Österreich und der Schweiz hatte Deutschland die Aufnahme in das Unesco-Register beantragt. Bauhütten aus Basel, Linz, Straßburg, Trondheim und Wien sowie aus Aachen, Bamberg, Dresden, Freiburg, Köln, Lübeck, Mainz, Passau, Regensburg, Schwäbisch Gmünd, Soest, Ulm und Xanten.

Die Unesco bezeichnet in ihrer Mitteilung das Bauhüttenwesen als „europäisches Erfolgsmodell“ und „Wissensspeicher des Handwerks“: „In den Bauhütten werden traditionelle Techniken, Bräuche und Rituale verschiedenster Gewerke bis heute gepflegt. Unter der Leitung einer Dombaumeisterin oder eines Dombaumeisters arbeiten dort vor allem Steinmetze und Bildhauerinnern, aber auch Dachdecker, Tischlerinnen, Gerüstbauer, Malerinnen, Elektriker, Schlosserinnen, Schmiede und Glasmalerinnen für den Erhalt historischer Bauwerke.
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