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Tourismusverband und Gästeinformation Bruck an der Mur

Herzog-Ernst-Gasse 2
8600 Bruck an der Mur
Österreich

+43 3862 30601
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Kultur – Natur - Hochtechnologie 

Stadt(er)leben im Herzen der Steiermark.
Das mächtige Hochschwabgebirge mit dem Grünen See im Norden, die Waldheimat Peter Roseggers mit der längsten wasserführenden Klamm Österreichs, der Bärenschützklamm, im Süden.
Und dazwischen die historische Altstadt von Bruck an der Mur.
Eine der ältesten Städte Österreichs und zugleich Zentrum der Hochtechnologieregion an Mur und Mürz.
Zufall? Nein, denn schon das gotische Kornmesserhaus im Brucker Stadtzentrum zeugt von der wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt bereits in der frühen Neuzeit.
Errichtet 1495 von einem der damals wohlhabendsten Unternehmer der Stadt gilt es heute als der wichtigste gotische Profanbau Österreichs.
Doch auch zahlreiche weitere architektonische Juwele wie etwa der Eiserne Brunnen aus der Rennaissancezeit oder das mittelalterliche Baderhaus am Murufer laden zu einem kulturell – kulinarischen Bummel mit mediterranem Flair durch die historische Altstadt an der Mur ein.
Ausgehend vom Stadtzentrum lassen sich aber dann auch der bekannte Murradweg , der aussichtsreiche Brucker Schlossberg oder die Bergwelt der Hochsteiermark erkunden.
Durch die zentrale Lage der Stadt im Herzen der Steiermark sind der Grüne See, Mariazell, Graz oder das imposante Hochschwabgebirge ebenfalls rasch und leicht erreichbar.


Willkommen zu einer Stadtführung des besonderen Art – „Hallo Beisammen, ich bin es, der Murenschalk.“
Ich möchte euch gerne durch meine Heimatstadt Bruck an der Mur führen.
Nebenbei bemerkt, vor Kurzem wäre es mir sicher nicht erlaubt worden, euch zu begleiten. Denn da war ich eigentlich bei den Bruckerinnen und Bruckern nicht sehr beliebt. Und das nur, weil ich den einen oder die andere ein wenig geärgert hatte.
Doch dann kam der Sonntag vor rund 3 Monaten – da flanierte ich wieder einmal in der Nacht durch die historische Altstadt und überlegt mir ein paar neue Streiche, als – ja, als ich plötzlich in einem der Bürgerhäuser ein Feuer bemerkte.
Sofort schrie ich laut um Hilfe. Aber weil ich ja für meine Blödeleien bekannt war, wollte mir zunächst niemand glauben.
„Sei ruhig, du Narr“, waren noch die freundlichsten Rufe, die mir über den nächtlichen Hauptplatz entgegenhallten. Doch ich schrie weiter und irgendwann reagierte dann doch ein verschlafener Bürger. Als der die bereits recht imposanten Flammen sah, rief auch er laut nach der Feuerwehr.
Die konnte dann den Brand Gott sei Dank noch löschen – ich aber war nun der große Held. Vom ungeliebten Narr zum hochgejubelten Retter der Stadt!
Und daher hat mir der Bürgermeister nun das Privileg übertragen, Gäste durch unsere schöne Altstadt begleiten zu dürfen – unter der Auflage, keinen Blödsinn zu treiben!
Ich verspreche euch, alle Geschichten, die ich euch nun erzähle, entsprechen der Wahrheit – hat doch sogar unsere Stadthistorikerin meine Unterlagen geprüft und offiziell genehmigt!

Das Kornmesserhaus am Hauptplatz
Fangen wir gleich am Hauptplatz an – der ist übrigens mit rund 13.000m2 der zweitgrößte Innenstadtplatz Österreichs. Er ist aber auch der Standort für das wunderschöne Kornmesserhaus. Dieses zählt zu den wichtigsten gotischen Profanbauten unseres Landes. Errichtet hat es von 1495 – 1505 der reiche Brucker Bürger und Handelsherr Pankraz Kornmess.
Nebenbei bemerkt – er hat sich bei diesem Bau ein wenig finanziell übernommen, der Gute.
Die Fassade erinnert an einen venezianischen Palast, vor allem die Loggia mit ihren Doppelarkaden ist Ausdruck des spätgotischen Baustils Venedigs – reichten doch die Handelsbeziehungen von Pankraz Kornmesse bis in die Lagunenstadt.
Das Gebäude steht für den Wohlstand, den der Handel der Stadt Bruck und ihren Bürgern zu Beginn des 16. Jahrhunderts, der Zeit Kaiser Maximilians, gebracht haben.
Tipp: das Tourismusbüro ist im Kornmesserhaus beheimatet. So können sehr einfach auch ein paar Innenräumlichkeiten besichtigt werden

Der Eiserne Brunnen
Bruck an der Mur ist auch eine Stadt der Brunnen. Den wohl schönsten davon darf ich euch als nächste Sehenswürdigkeit präsentieren.
Gleich gegenüber des Kornmesserhauses steht er – der Eiserne Brunnen, der bedeutendste Rennaissancebrunnen der Steiermark.
Ein Schmiedearbeit vom Feinsten. Doch nicht nur die handwerklicheArbeit gilt es zu bewundern, auch die Sprüche am Brunnen selbst sind lesenswert. Da erfährt ihr man so manche Lebensweisheit (die zweite könnte auch von mir stammen):
Einerseits gibt der Brunnen kostenlos einen kühlen Trank …
„Im 1626 Jahr von gmainer statt ich erpauet war. Deswegen bin ich worden graben, das man ein kielen Trunchk kan haben. Und mag mich trinken ohne Sorgen, hat man kein Gelt so tue ich borgen." … und andererseits gilt es auch, Folgendes zu beachten: "Ich Hanns Prasser trink lieber Wein als Wasser, trunk ich das Wasser so gern als Wein, so kunt ich ein reicherer Prasser sein.“
Tipp: ein kleiner Stopp am Hauptplatz in einem der sonnigen Gastgärten

Das Fabriziushaus mit seinem Innenhof
Schon wieder ein Haus, welches von einem reichen Brucker Bürger erbaut wurde. Georg Albinus Fabrizius wohnte hier am Beginn des 17. Jahrhunderts inklusive traumhaftem Hauptplatzblick und sehenswertem Innenhof.
Eigentlich ist dieser kleine, mit romantischen Arkaden geschmückte Innenhof ja ein echter Geheimtipp für die Bruckerinnen und Brucker. Aber will ihr es seid, lade ich euch auch zu einem kurzen Besuch ein. Der derzeitige Hausbesitzer ist ein äußerst gastfreundlicher Mann, der uns gerne einen Blick in sein Reich gewähren lässt.
Das Haus hat sogar noch ein paar „Brüder“, welche alle nach dem Stadtbrand von 1510 im Stile der Rennaissance errichtet wurden – so etwa das Apothekerhaus und das Flößmeisterhaus.
Übrigens - alljährlich finden in diesen historischen Höfen Konzerte statt.
Tipp: der Innenhof ist besonders schön im Frühjahr, wenn die Arkaden mit ihren Weinranken im Sonnenlicht leuchten

Die Stadtpfarrkirche
Etwas oberhalb des großen Hauptplatzes befindet sich unsere Stadtpfarrkirche. Na ja, ich war da ehrlich gesagt bisher sicher zu selten drinnen. Aber wenn, dann musste ich immer die herrliche schmiedeeiserne Sakristeitür bewundern.
Ein Bild derselben ziert sogar das Titelblatt des wichtigsten Kulturführers der Steiermark.
Doch auch viele andere interessante Details mit noch interessanteren Geschichten sind in der 1272 im Zuge der Neuanlage der Altstadt errichteten Stadtpfarrkirche zu finden.
Rund um die Kirche finden wir entlang der Außenmauern zahlreiche Grabsteine und Inschriften. Unter anderem ist hier auch der erste Bürgermeister der Stadt Bruck, Michael Holzapfel, begraben. Der war auch einer der Spender für die Heilig Geist Kirche (siehe dort).
Tipp: unbedingt die Stadtpfarrkirche im Rahmen einer Kirchenführung besuchen, da gibt’s´ oft kuriose Geschichten zu hören.

Der Brucker Schlossberg
Ach ja, der Schlossberg hoch über der historischen Altstadt. Da komme ich gleich ins´ Schwärmen, denn da habe ich das erste Mal Frau Murenschalk geküsst.
Die kleinen romantischen Wege und das idyllische Schlossbergplateau bieten sich aber auch wirklich für einen verträumten Spaziergang mit seiner Liebsten an.
Dabei ist die Vergangenheit des Schlossbergs ja zum Teil gar nicht so romantisch wie es scheint.
Einst stand hier die Burgruine Landskron, welche beim großen Stadtbrand von 1792 endgültig zerstört wurde. A propos Stadtbrand - da gibt es den Turm für die Brucker Feuerwache, heute als Uhrturm ein Wahrzeichen von Bruck an der Mur. Und auch die Kanonen in der gleichnamigen Hütte, ein Überbleibsel der Napoleonischen Kriege, deutet auf die manchmal nicht so romantische Vergangenheit der Schlossberges hin.
Heute aber, ja heute locken Konzerte und kulinarische Feste Gäste aus Nah und Fern auf den schönsten Aussichtspunkt der Stadt.
Tipp: egal wann, eine kleine Wanderung auf den Schlossberg ist Pflicht bei einem Bruckbesuch!

Die Minoritenkirche und der Minoritenplatz
Unscheinbar außen, kulturhistorisch einzigartig innen. Die Minoritenkirche, gleich nach der Neuanlage der Stadt durch Ottokar Przemysl 1272 gegründet, beherbergt einige der wertvollsten sakralen Kunstschätze der Stadt. Neben dem Fresko „Heiliger Achatius und die Marter der 10.000 am Berg Ararat“ gilt auch die Strahlenkranzmadonna am Hauptaltar als besonders sehenswert.
Neben der außerhalb der Altstadt liegenden Ruprechtskirche und der Heilig Geist Kirche ist die Minoritenkirche der wohl bedeutendste Sakralbau der gesamten Region.
Ich wandere aber auch immer gerne über den kleinen und etwas unscheinbaren Minoritenplatz. Von da aus führt nämlich ein Wanderweg „auf den Spuren des letzten Minnesängers Hugo von Montfort“ direkt auf den Schlossberg.
Übrigens, Hugo von Montfort wurde als großzügiger Förderer der Minoritenkirche auch in dieser bestattet.
Tipp: unbedingt die Minoritenkirche im Rahmen einer Stadtführung besuchen!

Das Baderhaus am Murufer
Die Mur war und ist die Lebensader der Stadt. Waren es einst Flößer und Händler an der Mur, die für den Reichtum der Stadt sorgten, so ist heute der Fluss und vor allem sein stadtnahes Ufer ein beliebter Erholungs- und Veranstaltungsbereich.
Doch auch schon vor vielen hundert Jahren wussten die Damen und Herrn der Kornmesserstadt, wo es sich trefflich und ein wenig freizügig feiern ließ. Im historischen Baderhaus, einem der ältesten Häuser in der Altstadt und direkt am Murufer gelegen! Nebenbei bemerkt – auch meine Vorfahren waren hier immer wieder anzutreffen.
Einst eigentlich als Herberge, Sanitätshaus und Warenumschlagplatz vermutlich 1502 errichtet, entwickelte sich der Platz zu einem nicht ganz astreinen und etwas unmoralischen Treffpunkt.
Heute aber ist das Haus wieder seriöse Unterkunft für ein kleines Hotel und ein ausgezeichnetes Restaurant mit eigener Murterrasse.
Tipp: das kleine Baderhausmuseum, kostenlos zu besichtigen, Infos beim Tourismusverband

Die Heilig Geist Kirche
Es gibt in Bruck an der Mur zahlreiche historische Baujuwele – aber wohl kein Gebäude ist so einzigartig wie die Heilig Geist Kirche. Leider steht diese kleine Kirche weit abseits vom historischen Stadtzentrum auf einem heute wirklich unansehnlichen Platz.
Doch das hat seinen Grund – wurde die Kirche doch vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts am Schnittpunkt der drei wichtigen Verkehrsadern Richtung Wien, Graz und Leoben errichtet – und dieser Schnittpunkt ist halt heute ein Autobahnknotenpunkt.
Doch nun zur Besonderheit – die Kirche ist in einer europaweit einzigartigen Dreiecksform (Trinität: Gott Vater – Sohn – Heiliger Geist) errichtet. Mehrere Brucker Bürger waren es einst, die hier großzügig spendeten und so diesen Bau ermöglichten. Unter ihnen natürlich Pankraz Kornmess, aber auch Michael Holzapfel, der erste Brucker Bürgermeister.
Tipp: Geführte Besichtigungen nur nach Voranmeldung im Tourismusbüro möglich!

Kostenlose Stadtführung ab Juni 2018:

Ab Anfang Juni jeden Donnerstag:
Stadtführung durch die historische Altstadt von Bruck an der Mur sowie durch die kulturhistorisch einzigartige Ruprechtskirche.
Beginn um 17 Uhr, Treffpunkt vor dem Rathaus am Hauptplatz. Voranmeldung für Busgruppen nötig. Die Führung ist kostenlos, für unseren ehrenamtlichen Stadtführer wird eine kleine Spende erbeten.
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